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Salzkammergut 23. Mai – 30. Mai 2021

Das Warten ist vorbei. Nach langem Winter sind die Inzidenzen gesunken, Österreich hat Restaurants und Hotels aufgemacht und wir sind 2 x geimpft.

Das sind wunderbare Voraussetzungen für eine erste Reise 2021.

Als Zielort haben wir St. Wolfgang am Wolfgangsee ausgemacht; wir haben eine schöne grosse Ferienwohnung mit 2 Zimmern gebucht, uns in Österreich elektronisch angemeldet, die Fahrräder aufs Auto gepackt und losgefahren. Wir fahren in Richtung Salzburg schon lange nicht mehr die Autobahn über München, sondern suchen uns die Landstraßen (alle gut ausgebaut) ab Regensburg in Richtung Inn; diesmal sind wir in Braunau eingereist.

Viele Städte am Inn sind in früheren Jahrhunderten zu Wohlstand gekommen, so auch Braunau. Die Gegend um Braunau ist geprägt von mittelständiger Industrie; in Mattighofen hat z.B. KTM seinen Firmenstandort; eine richtige kleine Stadt.

Für die Tatsache, dass ein sehr bekannter, aber äusserst unpopulärer deutscher Politiker (1933-1945) in Braunau geboren wurde, kann die Stadt leider nichts.

Gebucht hatten wir eine Ferienwohnung im Haus Waldhorn. nett gelegen am Rand von St. Wolfgang

Montag, den 24.Mai 202

Na, super; 12 Grad und leichter Nieselregen sind angesagt. Trotzdem haben wir uns der Wolfgangseer Schifffahrt anvertraut und sind die erste Strecke nach St. Gilgen mit dem Schiff gefahren, das geht nämlich an dieser Uferseite nicht anders.

In St. Gilgen hatte unser Helmuuuut Jahrzehnte Urlaub gemacht; warum, wissen wir nicht, denn wirklich hübsch fanden wir es dort nicht. Vielleicht gab es dort ein günstiges Hotel, wo die ganze Entourage incl. Leibwächter Unterschlupf fanden und auch kein Verdacht der Vorteilsannahme aufkommen konnte. (das löste er dann anders)

St. Gilgen hängt sich auch an den „Mozart-Hype“; hier wurde nämlich 1720 Mozarts Mutter geboren. Aha, daher gibt es auch hier ein „Mozart-Haus“ und eine „Mozart-Statue“.

Zurück gings dann per Pedale.

….und am Tagesende wurde es sogar nochmal schön.

Leider finden wir bis hierhin die Gastronomie hier im Ort nicht wirklich beeindruckend; überall gibt es das Gleiche, (Wiener Schnitzel, Schweinefilet; Tafelspitz. Kalbsgulasch und ein völlig überteuerter Fisch (so ab 28 Euro)

Am Beeindruckendsten finden wir allerdings, das es bislang keinen Wirt interessiert hat, ob einer der drei „G`s“ vorliegt.

Dienstag, der 25. Mai 2021

Es regnet…………….

Man fährt dann wohl am Besten in ein Salzbergwerk; davon gibt es in der Kante drei Stück. Hallein (dort waren wir in 2020, Hallstatt (das älteste Bergwerk; wohl schon um 3.000 v.Chr.) und Altaussee. (bekannt durch den Film Monuments Me, Der Typ aus Braunau – schon wieder der – hatte hier eine Menge Raubkunst gelagert) Unsere Wahl fiel auf Hallstatt. „Hall“ ist ein keltisches Wort für Salz.

Für 36 Euro p.P. ist man dabei. Erst einmal muss man auf den Berg hoch; eine Bahn ist dann doch sehr hilfreich, dann geht es nochmal 15 Minuten auf eigenen Füssen weiter (wieder bergauf)………

………..Schutzkleidung an (wegen der Rutschen) und hinein in den Berg. Natürlich nur mit Maske)

Achtung Klugscheisser: vor 250 Mio Jahren gab es hier ein Meer. Durch Kontinentalverschiebungen wurde ein See draus, der über viele Millionen Jahre in einer Hitzeperiode austrocknete. Irgendwann – wieder durch Verschiebungen – falteten sich die Alpen auf; das Salz (vom See) wurde im Berg eingeschlossen und wiederum irgendwann kam der Mensch drauf, dass Salz sich gut zum Würzen eignet.

In der Nähe, oberhalb vom Ort Hallstatt, hat man einen netten Aussichtspunkt für Schwindelfreie gebaut.

Dieses Bild findet man in jedem Reiseführer; dann aber immer bei Sonne.

Der Ort selbst zwängt sich am Berg; eng und gemütlich.

Schliesst man von der Anzahl an Souvenirgeschäften auf die Anzahl von Besuchern in der Vorpandemiezeit, muss es hier hoch her gehen. Heute war der Ort wie ausgestorben.

Ein kurzer Blickt auf den Altaussee.

Wie jeden Abend, die österreichischen Corona-Regeln interessieren die Gastronomie keine S…..

Mittwoch, den 26. Mai 2021

….es gibt sie noch, die Sonne, blauer Himmel, klare Sicht.

Hausberg von St. Wolfgang ist der Schafberg , er ist 1.800 m hoch.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts wollten die Menschen bequem an die Spitze gelangen und bauten sich eine Zahnradbahn. Ich zitiere: „Die steilste Dampf-Zahnradbahn Österreichs führt seit 1893 von St. Wolfgang auf den Schafberg. In 35 Minuten überwindet sie 1.190 Höhenmeter und 5,85 km bis zur Schafbergspitze. Die historischen Zahnraddampfloks zählen zu den ältesten, betriebsfähigen Loks der Welt“.

So tuckert man gemütlich den Berg hinauf; hat beste Blicke zu beiden Seiten und oft das Gefühl, geradeaus in den Himmel zu fahren.

Dort oben hat man tatsächlich ein 360 Grad Panorama.

Kaum wieder unten, ging es aufs Rad; Zielort Bad Ischl. Den Tag mussten wir intensiv ausnutzen.

Bad Ischl war zu des Kaisers Zeiten der Ferienort der österreicheschen Monarchie. Das spielgelt sich auch heute noch in zahlreichen Bauwerken der damaligen Zeit wider. Das Prachtstück, die Kaiservilla, war leider geschlossen.

Durch eine saftig-grüne Landschaft – es regnet ja genug – ging es 25 Km heim nach St. Wolfgang

Einen Absacker nahmen wir in einem Café gegenüber dem „Weissen Rössl“, der Mittelpunkt des Ortes.Bemerkenswert auf dem folgenden Foto ist das Fehlen von Menschen in diesem Touristen-hotspot. Gemacht wurde das Foto um halb sechs, aber wirklich voller ist es den ganzen Tag nicht.

Donnerstag, der 27. Mai 2021

Er:“ was macht Ihr denn so im Sommer?“ Sie: „an dem Tag wollen wir grillen“

Er ist wieder da, der Regen und die Außentemperatur beträgt satte 9 Grad.

Wir fahren jetzt nach Salzburg zum Shoppen in den Europark nach Salzburg; es sieht dort ungefähr so aus wie in jedem anderen Einkaufszentrum Europas. Sogar die Kamera bleibt heute zu Hause.

Das Wichtigste ist aber, dass es dort trocken ist. Mehr wie zwei Stunden hält man es aber auch nicht aus; wir sind dann also nochmal in die ja wirklich schöne und diesmal menschenleere Altstadt gefahren und siehe da—–>der Regen hörte auf.

Freitag,der 28. Mai 2021

„Was trägt die moderne Frau im Sommer? Kaminholz und Regenschirm“

Na, heute war es doch einmal stabil trocken. Es ging auf die 3 Seenrunde. /0 Km vom Wolfgangsee zum Mondsee zum Attersee; 70 km, 600 Höhenmeter.

St. Gilgen am Wolfgangsee präsentierte sich von seiner schönsten Seite.

Am Mondsee; siegt doch aus wie am Wolfgangsee oder?

Am Attersee, sieht doch aus wie am Wolfgangsee, am Mondsee……..

am XYZ-See, sieht doch aus wie am Wolfgangsee, am Mondsee, am Attersee, am……

So, in diesem schönen Wald begann das Drama:

Wir haben hier eine kurze Rast gemacht, rechts (nicht im Bild) floss ein schöner klarer Gebirgsfluss, die Bäume boten ausreichend Schutz zum Pi…..; wir waren völlig allein, haben ein Knoppers gegessen und fotografiert. Um alles wieder in die Tasche zu packen, habe ich die Kamera ins Gras gelegt, gepackt und dann sind wir losgefahren. 10 km weiter und 400 m höher wollte ich fotografieren und …….genau…….die Kamera war nicht da. Vergessen im Gras an schöner Stelle im Wald.

Ich bin also wie der „wilde Derwisch“ wieder 400 m runter; Inge schon mal weiter nach Bad Ischl, weil ich ja nun eines Problem hatte; für zusätzliche 20 km incl. neuen 400 m hoch war der Akku nun nicht so ganz ausgelegt. Idee war, Inge fährt vor nach St. Wolfgang und holt das Auto samt Träger.

Ihr wollt nun wissen, ob die Kamera noch am Platze war? JAAAAAAAAAAAAAAAAAAA, Puh, Massel, Glück, Dussel etc.

Wie gings aus? Ungelogen, Inge ist Zeuge. Bei sparsamster Fahrweise (das ist dann auch einem E-Bike ziemlich anstrengend) reichte der Akku tatsächlich bis St. Wolfgang. Die letzten 500 m zur Unterkunft ging es noch mal steil bergauf und 100 m (echt, ich schwöre) war dann aus die Maus.

Besser wie ein Krimi oder?

Eine Episode zum Schluss. Mit der Gaststätte „Schmankerlstubn“ in Berau (3 Km ausserhalb) hatten wir dann doch noch eine Gaststätte gefunden, wo wir uns rundherum wohlgefühlt haben. Highlight war angemachtes Hackfleisch (Tatar); fast so gut wie im Südbahnhof in Vilbel (Torsten, Du hast echte Konkurrenz). Alles andere (Spareribs, Burger, Saibling etc ) waren auch wunderbar, alles nicht so „vornehm“ wie die Hotelrestaurants in St. Wolfgang. Der Bedienung erzählten wir vom Südi, worauf der Koch an unseren Tisch kam, sich für das Küchenlob bedankte und das im breitesten „frankfodderisch) Er hatte in der Jugend in Ffm gelebt und im Hotel Maingau in Sachsenhausen seine Lehre gemacht. So klein ist die Welt.

So, das wars. Da der Wetterbericht für Frankfurt besser war wie der im Salzkammergut, sind wir am heute (Samstag) einen Tag früher wie geplant heimgefahren.

18 Kommentare zu „Startseite

    1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  2. Sehr schöne Bloggerarbeit😘😘 ich freue mich jeden Tag von unserem Urlaub zu lesen und schon neue Bilder zu sehen!! Mach weiter so!! I love you!!

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  3. wieder ein schöner Reisebericht, danke dafür: Tapas ole. Und UD Almeria schlagen sich bisher ganz gut in La Liga, im Mittelfeld. Mal sehen wie die Eintracht sich heute schlägt, aber wenn der Adler schon stolz am Cabo gezeigt wird, muss es klappen.

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