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4. September 2022

Um 9.15 Uhr ging es los. Nach all den Berichten über 2 Chaos am Flughafen waren wir schon um 7 Uhr vor Ort und ………schafften es in 35 Minuten zum Gate. Das hat uns dann 26 Euro gekostet für 2 (schlechte) Kaffee und zwei Wurst-Baguettes; Flughafen halt.

Unsere unterbezahlten Piloten der Lufthansa flogen uns pünktlich nach Malaga.

Top-Service gab es bei Avis. Es kam eine Email, dass unser Renault Capture bereit steht und die Schlüssel mit Code xxxxxx aus dem Schlüsselautomaten gezogen werden sollte.

Das Auto ist nagelneu und sogar ein „mild-Hybrid“, hat eine Rückfahrkamera und Nasvi.

Unsere erste Unterkunft liegt in Rodalquivar; einem Ort im Naturschutzgebiet Capo die Gata. Es liegt östlich von Almeria. Der Name: el jardin de los Suemos

In Torre del Mar gab es die ersten Tapas.

-…..und reichlich Rotwein im „Lequerc“

Die Mittelmeerküste scheint mir die Obstkammer Europas zu sein. Manchmal war das Land komplett bedeckt mit den „Gewächshausanlagen“, die Landschaft war einfach weiss.

Capo de Gata ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet mit kleinen Dörfern; abends ging es in den wenigen Restaurants sehr beschaulich zu.

Montag, der 5. September 2022

So empfing uns heute unser Frühstückstisch.

Unser Hotel ist ein echtes Refugium, ein einziger großer Garten. kleine Bungalows sind über das Areal verteilt.

…unser Bungalow, ohne TV und Wlan. Das gibt es nur auf der Frühstücksterrasse….
…Inge darf hier Platz nehmen, sie ist ja jetzt Schwiegermutter

Frühstück gibt es übrigens erst ab 9 Uhr (!!!!), dafür aber bis halb elf. Wir haben das voll in Anspruch genommen; erst gegen halb 12 haben wir uns aufgerafft, um uns ein wenig in diesen Gebiet umzuschauen. Das lag auch daran, dass wir uns mit unserem Gastgeber verquatscht haben; er ist Deutscher und hat sich vor 24 Jahren in diese Gegend hier verguckt.

Das Cabo de Gata ist seit 1987 Naturschutzgebiet; nicht nur das Land, sondern auch das Meeresgebiet davor, Das hat die Landschaft geschützt vor dem Bauwahn, der die spanische Mittelmeerküste zu vielen Teilen verschandelt hat.

Nur wenige kleine Orte sind verteilt in diesen Bergen. Natürlich zeigt sich auch der Tourismus, aber sehr in Maßen. Rodalquivar – unser Ort – lebte vom Goldabbau. Der war in den Fünfziger-Jahren unrentabel; der Ort verfiel. Jahre später wurde der Ort sehr behutsam renoviert; auch mit Hilfe zugezogener Spanier.

Herrliche Strände unterbrechen eine schroffe Küste.

Mittags gab es den ersten Pulpo a la Gallega und köstliche Chipirones (Babytintenfisch), einen guten Wein und ein eiskaltes Cerveza.

Die Restaurantpreise haben sich inzwischen den mitteleuropäischen Preisen angepasst; die Getränke sind noch preiswert.

So, nun heisst es, die Zeit bis 20:30 zu überbrücken. Hier in Spanien machen die Restaurants alle erst um 20:30 Uhr auf. (Tapas-Bars gibt es hier im Ort nicht, die machen früher auf) Das ist ja für uns „Frühesser“ hart, aber „wat is, is“. Die meisten Spanier kommen eh erst um halb zehn 🙂

Dienstag, der 6. September 2022

Auch hier traf uns der Montagsfluch des Südens; es waren von 10 Restaurants 8 geschlossen, ein Restaurant war voll reserviert und ein Zweites hatte noch einen Tisch. So haben wir dann noch später gegessen.

Zudem kam es in der Nacht zu einem uns völlig unbekannten Wetterereignis. Es gab Donner und Feuchtigkeit fiel bis auf den Boden. Es soll früher „Regen“ genannt worden sein.

Daher gab es das Frühstück heute in der Laube.

Auf dem Programm stand heute Almeria mit seinem Dom und seiner maurischen Burg; dem Alcazaba.

Schön in Spanien ist, dass Google Maps die stationären Blitzer anzeigt.

Bei entnervenden Tempo 50 oder 70 hier in der Sierra ist sowas schon hilfreich.

Almeria ist eine wuselige Stadt und Mittelpunkt der Gegend; übrigens dieses Jahr in die erste spanische Liga aufgestiegen.

Bemerkenswert ist der Dom, seit 1524 als Wehrburg gebaut und deshalb auch ein „richtiger Klotz“.

Ein großer Vorteil von Kirchen im Süden Europas ist, das es kühl ist inside.

Der Alcazaba thront mächtig über der Stadt.

Bis ich oben war – Inge ist im Schatten geblieben – , hatte ich auf meinem Garmin-Sportgerät alle Ziele erreicht. (Stufen und Schritte) . Die Araber haben die Burg im 10. Jh gebaut; sie ist ca. 1.400 Meter lang und diente seinerzeit der ganzen Stadt als Schutz.

Vieles erinnert na Granada.

Was gab es zum Mittag? Tapas natürlich. In Almeria ist es Sitte, das zu jedem Getränk ein Tapas umsonst ist. 3 Bier = 3 Tapas. Kosten zusammen 12,50 Euro.

Am Schönsten sind die Tapas-Bars innen.

Auf dem Heimweg sind wir noch zum Namensgeber der Sierra gefahren, zum Cabo.

Auf so einer Tour darf der Adler nicht fehlen.

Zum Schluss gab es Strand; wir haben uns zwei schicke Strandstühle und einen Sonnenschirm gekauft. Beds and Umbrella – wie in Italien – gibt es hier nicht; Selbstversorgung ist angesagt.

Der Stand war leider überfüllt.

Nach links:

nach rechts:

Dabei habe ich leider meinen Kartenleser im Meer versengt; er steckte in der Tasche der Badehose. Ich werde tüttelig. In den vielen keinen Orten wird es so etwas leider nicht geben, aber vielleicht trocknet er ja wieder.

20:30 Uhr; Abendessen 🙂

Mittwoch, der 7. September 2022, 1. CL-Spieltag der SGE auch in Andalusien via Stream

Gestern habe was ultimative Restaurant im Ort gefunden, das Samambar. Eine Gruppe junger Leute hat hier ein Startup gegründet, der Chef——-> ein Kölner Bub; geboren hir in Rodalquilar.

Der Kartenleser ist hin, aber Kamera und Telefon verbinden sich ja auch per Wlan.

Als Starter gab es fritierte Salbei-Blätter, man ist Sie wie Chips. Großartig. Dann gab es 3 versiedene selbstgebackene Brotscheiben mit Ziegenbutter, Räucherbutter und Parmesanbutter; dazu guter Käse und Chorizo-Wurst. Zum Schluß gab es einen fritierten (!!!) Wolfsbarsch. Das alles für 80 Euro und deutscher Übersetzung durch unseren Kölner.

Heute sind wir nach Norden gefahren, nach Mojacar und dann die Küste zurück nach Rodalquilar.

Der Reiseführer schreibt: dieses „weisse Dorf scheint für den Tourismus“ gebaut zu sein. So war es denn auch; Tourismus put und einen Parkplatz ergattert, direkt am Eingang zum Ort.

Nun haben wir auch die ersten Engländer getroffen und das gleich in Mengen.

Eine Reisende wurde glücklich; es wurde ein neues Kleid. (auch „Überschmeisserle“ genannt)

Der Ort selbst mit mit vielen anderen Orten des Mittelmeerraums auswechselbar.

Das habe ich noch nie gesehen. Das ist eine abgepackte Portion Olivenöl. So schlecht hat es sogar gar nicht geschmeckt.

Rund um Almeria wird auf ca. 350 Quadratkilometern Obst angebaut; die Spanier selbst nennen es „das Plastikmeer“. Es werden pro Jahr ca. 2,8 Millionen Tonnen Obst und Gemüse angebaut; manche Sorten ermöglichen bis zu 5 Ernten im Jahr.

Über die Probleme (Pestizide in Monokulturen, Wasserverbrauch, Beschäftigung von Immigranten) will ich jetzt mal nicht reden; das würde wohl zu weit führen.

Ca. 22% der 2,8 Mio Tonnen werden nach Deutschland exportieren.

Inzwischen wird vermehrt auf Bioanbau und Tröpfchenbewässerung umgestellt.

Die Küste der Sierra zeigt sich immer wieder mit herrlichen Szenen.

Eins darf auf keiner Reise fehlen.

1985 hat die Commerzbank versucht, Jugendkonten zu werden mit dem Memphis-Progamm

Es wr ein damals modernes Design; es gab eine Schallplatte, eine Uhr; kulis etc; auch ein Hand- und eine Badetuch. Das ist inzwischen37 Jahre alt und immer noch „gut in Schuss“.

Morgen verlassen wir die Region und fahren nach Norden, nach Carzola.

Donnerstag, der 9. September 2022, 0:3 der SGE, Lebbe geht weider

So fing der Mittwoch-Abend an:

Natürlich sind wir nochmal zum Essen ins Samambar gegangen. Köstliches Pulpo als Vorspeise, eine Dorade für Inge und einen Hamburger für mich gab es danach. Eine Flasche des sehr guten Olivenöls haben wir auch mitgenommen; wir haben ja noch 4 Kg Luft in den Koffern.

Leonardo und sein Team machen einen tollen Job und haben – wir haben gefragt – das ganze Jahtr über Arbeit. Das Klima ist mild und die Touristen kommen.

….noch ein paar Beispiele der Vorspeisen.

Heute stand die Fahrt nach Carzola an; 250 Km quer durchs Land.

…erst mal Tanken, 1,74 sind doch ok…

Wir reden mal über Sergio Leone; Clint Eastwood, Lee van Cleef, Spiel mir das Lied vom Tod und ein paar Dollars in der Hand.

Bei Tabernas nördlich von Almeria in der „Wüste“ begann Sergio Leone seine unvergleichliche Laufbahn, aber auch viele spätere Filme wurden hier – wohl vergleichsweise günstig zu Holywood – gedreht.

Natürlich gibt es nun auch drei große „Westernstädte“ zum Besuchen; eines haben wir uns von aussen angeschaut.

Die Fahrt ging jetzt auf 2.150m zum Observatorio Cala Alto in die Sierra de los Filabres. Es ist das größte Spiegelteleskop Westeuropas und eine Gemeinschaftsproduktion von Spanien und Deutschland. Da dort keinerlei Lichtverschmutzung existiert, ist es sehr effektiv

Ein Stausee in dieser Ödnis ist wirklich spektakulär.

Die Provinz Jaen im Nordosten Andalusiens lebt überwiegend vom Öl, dem Olivenöl.

Erste Eindrücke:

….so weit das Auge reicht…

In unserem Bericht aus Apulien hatten wir von einem Bakterium erzählt, eas Millionen von Olivenbäumen vernicht hat. Überträger waren Tiere, die im Unkraut zwischen den Bäumen lebten. Die Spanier haben gelernt; dier Boden unter den Bäumen ist peinlich sauber.

Zu guter Letzt; wie sammeln Spanier Plastikflaschen ?

Sehr sympathisch 🙂

Freitag, der 9. September 2022

Ich beginne nun einen Schlafqualitäts-Contest.

  1. le Jardin de los suenos – Rodalquilar: Bett 5, Kopfkissen 5 (alles war bretthart)
  2. Secorhotel Ciudad – Cazorla: Bett 5, KK 6 (bretthart, KK durchgehend für beide Betten. Haben aber jetzt zwei Kissen, sind aber auch bretthart.

Wir wohnen direkt am Plaza Corredera, dem Mittelpunkt des Ortes. Nachmittags liegt der Platz unter heisser Sonne begraben; abends trifft sich hier der Ort. Das war ein Summen und Raunen, gefühlt jedes Haus ist dann eine Bar. Selbst ein kleiner Zeitungskiosk hat Stühle draußen und verkauft Flaschenbier. Es war ein normaler Donnerstag und um halb eins war es noch nicht vorbei.

Lecker war es gestern auch in einer Bar, die einfach nur nett aussah und Pulpa a la Gallega anbot (unser Lieblingsessen in Spanien).

Wir haben das alles nicht geschafft.

….und eine Stunde später landeten einfach so diese Alkoholika auf unserem Tisch. Es war eine Art Baily`s und der andere ein sehr milder Brand.

Die abendliche Szene ist nett.

Das Frühstück ist hier spanisch. Ein Stück Weissbrot, auf Wunsch Käse und Schinken sowie Tomaten und Thunfisch. Das Olivenöl wird ordentlich auf das Brot gekippt, von den Zutaten etwa dazugelegt und fertig ist das Olivenbrot. Das schmeckt auch nur mit Brot, Öl und einer Prise Salz.

Auf unserer „Bucket-list“ standen heute die Orte Baeza und Ubeda; ca. 50 Km von Cazorla entfernt.

Über Land fahren kann in Spanien sehr „stoßdämpferschädigend“ sein. Gern unterlegt man Fussgängerüberwege mit Bodenschwellen von ca 15 cm Höhe. Wenn man großes Glück hat, werden die Schwellen mit einem Schild angekündigt. Hat man kleines Glück, sind die Zebrastreifen auf der Fahrbahn noch erkennbar und wenn es eine normale Situation ohne Glück ist, ist der Zebrastreifen nicht mehr erkennbar und man sieht die Bodenwelle zu spät oder manchmal auch gar nicht. (dann ist es gut, dass wir einen Leihwagen haben)

Baeza und Ubeda sind beide Weltkulturerbe-Städte. Beide Städte wurden schon von den Arabern gegründet; aber schon früh von den christilichen Spaniern zurüerobert. Erst Bedeutung erhielten Sie, weil sie lange als Grenzstädte dienten.

Karl der V. war ein spendabler Mensch. Nachdem Kastillien von ihm erobert wurde (im 16. Jahrhundert), baute er die Orte aus, schenkte seinen Feldherren Land und Güter, gründete Universitäten (Baeza) und und und. Daher sind beide ein wahrer Rausch an Palästen .

Baeza

Bier und Tapas gab es natürlich auch. (im Schatten)

Ubeda

Samstag, 10. September 2022

Review von gestern; köstlich. Wir sind in den Bergen und schon gibt`s Lammkoteletts; heute Mittag übrigens noch mal, woanders.

Heute ging es in die Sierra de Cazorla; der Heimet des fünftgrößten Flußes des Landes, dem Guadalquivir und einem der größeten Nationalpakrs und Wanderreviers des Landes; viele Höhenmeter, 500 Kurven, ein Schnitt von 30 KmH und ———-ganz vielen grünen Bäumen.

Er – der Fluß entspringt in der Sierra, passiert Cordoba, Sevilla und mündet bei Cadiz in den Atlantik. Der Hafen von Sevilla war einst der wichtigste Hafen Spaniens an der Atlantikküste. Er versorgt die heissete Gegend Spaniens mit Wasser.

Der Stausee zeigt, dass auch hier ein Wasserproblem herrscht.

Zur arabischen Burg von Cazorla mussten wir dann doch auch noch hoch.

Es ist vollbracht; ich lache wieder (es war lang und steil)

….um Fragen zuvorzukommen, ich halte den Bauch ein…..

Inges Erinnerungen sind gelb und heissen R4, mit Revolverschaltung und – fortschrittlich – mit 2 einzelnen Vordersitzen: laut Fahrer ca. 350.000 Km.

Auf diesem schönen Plaza Santa Maria gehen wir abends immer essen; heute gab es nach dem Aufstieg ein verdientes Bier.

Sonntag, der 11. September 2022

Pflichtprogramm und Höhepunkt jeder Andalusienreise ist Cordoba und die Besichtigung der Mezquita.

Bis dahin lagen erst einmal 200 Km vor uns.

Die blaue Linie markiert ungefähr die Olivenbaum -Grenze.

Ich habe auf der Fahrt noch mal gegoogelt. (Inge ist gefahren 🙂 Spanien ist das Land mit der weltweit größten Olivenölproduktion. Man schätzt, dass es in der Gegend ca. 150.000.000 (i.W. einhundertfünfzigmillionen) Bäume gibt.

Oliven dürfen bei der Ernte nicht beschädigt werden. Geerntet wird von Dez-Feb; aber junge Oliven geben ein fruchtigeres und etwas bitteres Öl ab, sodass man bereits im November beginnt. Immer noch werden Netze unter die Bäume gelegt und dann geschüttelt. (manuell oder inzwischen maschinell) Dennoch müssen von jedem Baum 1/3 der Oliven von Hand gepflückt werden.

Mir fehlt das Vorstellungsvermögen, um mir den Verlauf einer solchen Ernte bei diesen Massen erklären zu können. Zumal eine Olive spätestens am dritten Tag nach Ernte gepresst werden sollte.

Cordoba, von den Arabern begründet, hatte einmal eine Million Einwohner. Die Araber als Eroberer waren damals tolerant und liesen alle bestehenden Religionen zu. (warum sind sie das eigentlich heute nicht mehr und warum waren die spänischen Katholiken nach der Rückeroberung nicht genauso tolerant; Juden und Moslems wurden gnadenlos verfolgt).

Der Guadilquivir (da ist er wieder) war sogar bis Cordoba schiffbar.

Noch gestern haben wie unser Hotel in Cordoba umgebucht und wohnen jetzt direkt an der Mezquita in einem Eurostar-Hotel mit Tiefgarage; erreichbar nur durch die Füßgängerzone.

….die Tiefgarage ist wie alle spanischen Tiefgargen ein Knaller….

Betreten wir das Judenviertel.

….das ist die frühe Synagoge….
…ole…

Tourikram gefällig ?

Die Mezqiuta, ein von aussen massiver Bau. Es war von jehher ein heiliger Ort; zuerst ein römischer Tempel, dann eine gotische Basilika, dann eine Moschee und dann wurde zu guter letzt eine katholische Kathedrale bitten rein gesetzt.

Am Anfang teilten sich Christen und Arabar das Gelände. Irgendwann kauften (!!!!!!) die Araber den Christen ihren Teil ab und begannen mit der sukzessiven Vergrößerung der Moschee. Zu guterLetzt fanden 40.000 Gläubige Platz in der Moschee, sie war damit einer der größten Moscheen der arabischen Welt.

Nach Rückeroberung – die Araber wurden „selbstverständlich“ vertrieben, wurde die Moschee zur Kirche umgewidmet. Im 16. Jahrhundert meinte man dann, eine Kathedrale mitten in die Moschee bauen zu müssen.

Karl der V. meinte damals „hier habe man etwas gebaut, wann man überall hätte bauen können. Man hat aber etwas zerstört, was einmalig sei“ Herr König war nicht blöd.

Die „kurze“ Warteschlange“ hat uns nicht interessiert; wir hatten unseren Zugang um 16:30 oline in bad Vilbel erstanden.

So, nun geniesst einfach.

…die Mihrab…
….orientalische Kunst…

Dann wird es plötzlich hell…….

Das waren heute 7.000 Schritte, 4 Bier (zusammen), ein Salat, eine Chorizo Wurst und ene portion Käse-Schinken Kroketten.

Es íst auch alles geschrieben; wir werden uns ein nettes Plätzchen zum Abendessen suchen. Speisekarten müssen wir nicht mehr mühsam übersetzen; es gibt sie auch in Englisch und manchmal in deutsch; an den Eingangstüren hängen auch hübche Bildchen. In so was gehen wir aber erst gar nicht rein.

Montag, der 12. September 2022

Gestern Abend war das Essen schlecht; touristisch halt. Dafür sind wir mit dem Nachbartisch ins Gespräch gekommen; ein Ehepaar aus Siegen, die auch auf – kürzerer – Andalusienrunde sind.

Ihr erinnert Euch noch an den großen objektiven Schlafqualitäts-Contest

  1. le Jardin de los suenos – Rodalquilar: Bett 5, Kopfkissen 5 (alles war bretthart)
  2. Secorhotel Ciudad – Cazorla: Bett 5, KK 6 (bretthart, KK durchgehend für beide Betten. Haben aber jetzt zwei Kissen, sind aber auch bretthart.
  3. Eurostars Maimodides – Cordoba: Bett 3, KK 4; wir hatten eine angenehme Nacht.

Der nächste Etappenort ist Ronda. Auf dem Weg dorthin hatten wir einen Zwischenstopp eingeplant, der sich als höchst spektakulär herausstellte: El Torcal hies der Ort in der Sierra westlich von Albuquera.

Dort wurden die Steine für Stonehenge gepickelt, der Rest blieb liegen. Nein, es ist faszinierend, was die Natur manchmal für Launen entwickelt.

Es gibt zwei Rundwege, einen über 1,4 Km und einen über 2,7 Km. Alles easy fanden wir, aber wir haben uns doch für die kurze Runde entschieden; laufen war nicht, krabbeln, klettern, stolpern war angesagt. Für die 1,4 Km haben wir über eine Stunde gebraucht.

So, mehr gibt es nicht; die Strecke durch die Berge war dann doch zeitintensiv und wir wollen jetzt nach Ronda

Dienstag, der 13. September 2022

Unsere Unterkunft ist Hotel Rural Molino del Puente Ronda , ca 8 Km außerhalb von Ronda. Es ist hier herrlich, wir haben eine große Terrasse, es gibt einen Pool und ein kleines Restaurant, das Frühstück war fürstlich und man spricht fließend englisch. Elain und Ian leben hier seit über 20 Jahren und nein, sie tragen kein schwarz (wegen der Elsbeth)

Zum Contest:

  1. le Jardin de los suenos – Rodalquilar: Bett 5, Kopfkissen 5 (alles war bretthart)
  2. Secorhotel Ciudad – Cazorla: Bett 5, KK 6 (bretthart, KK durchgehend für beide Betten. Haben aber Neues jetzt zwei Kissen, sind aber auch bretthart.
  3. Eurostars Maimodides – Cordoba: Bett 3, KK 4; wir hatten eine angenehme Nacht.

4. Hotel Rural Molino del Puente Ronda – Ronda -Bett 2, KK 2

Am Morgen gab es ein böses Erwachen; es regnete. (zumindest berichteten ältere Hotelgäste davon)

In solchen Fällen setzen wir uns ins Auto und machen einen – ohnehin geplanten – Ausflug in die Sierra de Grazalema. Das ist schon das dritte Naturreservat unserer Reise und es war das Grünste. Der Hauptort Grazalema rühmt sich nämlich, die Stadt mit den meisten Regenfällen sein.

Um es vorwegzunehmen, es hörte ziemlich zügig auf und heute nachmittag konnten wir auch noch am Pool sitzen.

Für „Wandersleut´“ ist das hier ein El Dorado, der Ort Grazalema ist voll von Ihnen (nun ja, was „voll“ so alles heißt, dazu ein Foto später)

Es ist eine sehr grüne Gegend; angebaut wird vornehmlich Getreide. Einsame Orte wechseln sich ab.

Diese stolze Blume mussten wir erst einmal googlen.

…es ist ein „Hahnentritt“

Der Hauotort der Sierra Grazalema heisst ….. genau …. Grazalema. Der Reiseführer schreibt: „an der Kirche treffen sich die Wanderer zum Essen“; das stimmt.

….der Rest des Ortes liegt im Tiefschlaf….

Gegessen haben wir heute in unserem Hotel Rural; elain schmeisst den Laden, Ian kocht, aber wie.

…überbackener Camenbert mit einem Chilli-Honig Chutney…

Mittwoch, der 14. September 2022

Schönes Wetter, Ronda gucken. (oder auch Touristen gucken)

Ronda war bis 1485 arabisch; stategisch gelegen, konnte sich sich a´lange verteidigen und erst mit dem Fall Granadas fiel auch die Stadt.

Die Brücke, die berühmte, entstand erst im 18. Jahrhundert.

Man kommt auf einer alten Kopfsteinpflasterstraße zum Fuß der Brücke.

Das Gebäude links oben ist übrigens der Parador von Ronda. Paradores gehören einer staatlichen Hotelkette an, stehen grundsätzlich an den schönsten Flecken des Landes und sind sauteuer. In Santiago haben wir es uns mal gegönnt; das ehemalige Kloster liegt direkt neben der Kathedrale und kostete 300 Euro.

Es gibt endlos schöne Fernblicke am Rand der Altstadt.

…..mit tollen Vordergründen…..

Nach Ronda kommen die Tagesausflüger von allen Seiten; von der Mittelmeerküste und von der Atlantiküste.

Aber es ist vorgesorgt.

Macht man aber einen Schritt links rein weg vom Hauptstrom, findet man ein herrlich beschauliches Städtchen.

Kuriositäten findet man auch.

…es werde Licht….

Die Shopping Mall ist gut beschattet.

Rondas Plaza del Torros ist ein Tempel der Stierkampfkunst. Die Arena – sie fasst 5.000 Zuschauer, wurde 1786 eingeweiht.

Am Ende des Tages haben wir noch einen Abstecher in das nahegelegene Örtchen Setenil gemacht. Die Einwohner haben natürliche Gegebenheiten clever genutzt.

Donnerstag, der 15. September 2022

Auf geht`s zu unserer vorletzten Station; In das Hotel Almadraba Conil. Wir waren hier schon einmal in 2009 und ich habe die ganze Reise um diese 4 Tage herumgebucht; es waren schon Ende Februar die einzigen verfügbaren 4 Tage.

Erst einmal machen wir einen Stop in Zahara de la Frontera, einem der schönsten weissen Dörfer Andalusiens.

Alle bisher gesehenen Stauseen sind erschreckend leer.

Auf dem Weg mussten wir ein kurzes Stück Autobahn fahren. Wir haben lange unser Auto mit den Schildern verglichen und haben uns dann entschlossen, sie nicht zu beachten.

Unser Hotel liegt mitten im Ort, hat eine tolle Dachterrasse und wir haben extra eine polizeiliche Genehmigung über das Hotel zum Befahren der Fussgängerzone von Conil bekommen.

Conil de la frontera ist ein Badeort; jedes Haus ist eine Kneipe oder ein Hotel und dennoch geht es hier wunderbar entspannt zu und man kann feine Ausflüge unternehmen.

….der Innenhof des Hotels…..

Machen wir einen ersten kleinen Rundgang.

…..und dann erreichten wir den Strand, einen Atlantikstrand…..

Ich hatte doch von einem Lehrerehepaar aus Siegen erzählt; wir trafen sie in Cordoba.

Als wir vom Spaziergang ins Hotel zurückkamen, checkten sie gerade in unserem Hotel ein. Die Welt ist klein.

So, eben ist Schluß, drei Tage am Stück zu schreiben, hat nichts mehr mit Urlaub zu tun. Aber das Wlan flutscht

Freitag, der 16. September 2022

sten Nacht im Hotel kommt ——–> der Contest

Zum Contest:

  1. le Jardin de los suenos – Rodalquilar: Bett 5, Kopfkissen 5 (alles war bretthart)
  2. Secorhotel Ciudad – Cazorla: Bett 5, KK 6 (bretthart, KK durchgehend für beide Betten. Haben aber Neues jetzt zwei Kissen, sind aber auch bretthart.
  3. Eurostars Maimodides – Cordoba: Bett 3, KK 4; wir hatten eine angenehme Nacht.

4. Hotel Rural Molino del Puente Ronda – Ronda -Bett 2, KK 2

5. Almabrada Conil – Conil – Bett 3, KK 3

Auf der heitigen Bucket list steht Jerez de la Frontera, 60 Km von Conil entfernt.

Jerez nennt sich die Welthauptstadt des Sherry, Porto eigentlich auch. Nun denn.

Der Albacaz von Jerez ist klein, aber fein.

Witzig für diesen Alcazar ist, dass sich im 17. Jahrhundert ein reicher Jerezzaner sein eigenes Schlösschen reingebaut hat.

Gärten konnten die alten Araber schon immer.

Einschickes Badehaus – nach römischen Vorbild – hatten die ollen Araber auch, der Audioguide sprach vom „gemeinschaftlichen Säubern“

Zweite Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale; ein gewaltiges fünfschiffiges massives Bauwerk.

…bei andalusischen Gegenlicht geht`s nicht besser….

Der „heiligen Damen“ gab es viele.

Am hübschen Piazza Yerba gab es die verdienten Mittags-Tapas.

Auf Sherry und andalusische Rösser – eine weitere Spezialität in Jerez – haben wir wegen glühender Hitze zu Gunsten des Atlantikstrands von Conil verzichtet

Warum heisst hier alles „frontera? Es war Jahrhunderte das Grenzgebiet zwischen den Spaniern und den Arabern; es waren oftmals Festungsstädte.

Samstag, der 17. September 2022

Heute haben wir uns Vejer de la Frontera angeschaut; noch eines der weissen Dörfer Andalusiens.

Hier hatten wir bereits 2009 drei Nächte zugebracht und diesen damals nicht touristischen Ort genossen. Nun das hat sich dann doch geändert.

Typisch für diese ja immer auf einem Berg liegenden Dörfer ist die Tatsache, dass die schönen Teile ganz oben und die Parkplätze ganz unten liegen.

Hier seht ihr die letzten 50 Meter eines Anstiegs von ca 500 Meterm“Kletterei“

Oben noch einmal links und wir standen auf dem wunderschönen Plaza Espana; hier war damals auch unser Hotel. (Das tauchte übrigens 3 Jahre später als Empfehlung in der Commerzbank-Mitarbeiterzeitung auf; völlig zu recht)

Weiter gings nach oben.

Dann waren wir oben, am Castello. Wie schön, dass es wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist und so in der Sonne lag, dass Fotografieren zwecklos war.

Das Gute war natürlich, dass es nun nur noch bergab ging. Teilweise aber wieder so steil, dass auch das kein Vergnügen war.

Die Kirche Iglesia del Divino Salvator lieferte dann aber Abwechslung.

D war interessant; 3 Taufen fanden gleichzeitig statt. Interessanten waren nun nicht die Taufen, sondern die Garderobe der anwesenden Damen. Es war faszinierend, wieviel Frau in ein Coktailkleid reinpasst und welche Schuhmode dazu getragen wurde.

Leider war das – dezend natürlich – nicht möglich zu Fotografieren.

Sie hatte den Ehrenplatz 🙂

…..guckguck….
…..einfach schön….

….und wieder bergab zum Parkplatz.

Jetzt kommen wir mal zu Admiral Nelson, zu finden auf der Säule des Trafalgar Squares.

Der starb bekanntlich während einer ziemlich berühmten Seeschlacht zu Lasten der spanisch-französischen Flotte am Cabo de Trafalgar.

Erst kürzlich hat man einige der damals gesunkenen Schiffe wiedergefunden; Nelson selbst wurde übrigens zum Zwecke der Konservierung in ein volles Rumfass gestopft. (sagt der Reiseführer)

Heute ist die Straße zum Kab (mit seinem Leuchtturm) leider gesperrt; zum Laufen durch eine schöne Altalntik-Dünenlandschaft hatten wir denn doch keine Lust.

Rechts hinten steht der Leuchtturm. Ansonsten erinnerte die Szenerie an einen schlecht gemachten Ballermannstrand.

Was dann noch kam ? Bitte sehr

Samstag, der 18. September 2022

Einen Nachtrag von gestern Abend habe ich: es gab einen superzarten Pulpo und einen Schwerfisch; als Vorspeise Garnelen in Öl und Knoblauch; wundersam, dass sich danach noch Menschen neben uns gesetzt haben. Die kamen auch noch aus Kassel und aus Gudensberg (Alina, da guggst Du 🙂 Es wurde lang.

Neuer Tag, neue Stadt: Cadiz

Der Reiseführer schreibt: Cadiz – ein fast magischer Klang nach Seeschlachten und mit Gold gefüllten Galeonen. Hier entstand 1812 die erste spanische Verfassung Spaniens: während französische Kanonenkugeln in der Stadt einschlugen. Franko später hat sie dann leider auch nicht interessiert. Vergessen wir mal nicht, dass Spanien bis 1975 unter Franco eine gnadenlose Diktatur war.

Der Kassler von gestern Abend war Spanier und sein Vater kam 1962 als einer der ersten Gastarbeiter nach Deutschland; auch er gehörte damals zu Verfolgten und war froh, nach Deutschland zu kommen.

Ich kannte die Seite „www.angekommen.com“ bis gestern Abend nicht, aber auch seine Geschichte wird dort erzählt“. Ein interessanter Teil unserer neueren Geschichte und sehr lesenswert.

Zurück zu Cadiz; das Gesamtbild der Stadt ist das Kunstwerk.

Scheinbar endlose – schattige – Straßenfluchten wechseln sich ab mit schattigen Plätzen.

Schönen Palazzi ……

…. mit neuen Plätzen….

……Kirchen gibt`s reichlich….

….und egal wohin man läuft……

…..irgendwann steht man immer am Meer.

Plätze der Stadt haben oft auch mehrere Aufgaben zu erfüllen.

Das ist der „Plaza de San Felipe Neri“.

Prächtige Palazzi stehen rundherum. Es treffen sich am Sonntag die Familien; die Mädels spielen Gummitwist (in echt), die Buben spielen…

Jeweils zwei Laternen bilden die Torpfosten, alle haben natürlich Trikots ihrer Vereine an (Cadiz ist in die LaLiga aufgestiegen und trägt gelb-blau) und man gibt sich wie die Großen (bei Fouls wird sich auf dem Boden gewälzt; die Körperhaltungen ähneln CR7 und bei Toren rennt man schon mal über die ganze Plaza. (nur den Bauchsurfer machen sie nicht; ist halt blöd auf den Steinen) Sollten etwa Mütter mit Kinderwagen den Platz queren, wird drum herum gekickt)

Inge wurde auch bei den Handtaschen fündig.

Für das kunterbunte Sortiment braucht man in Frankfurt ein fünfstöckiges Warenhaus Zeil/Ecke Schäfergasse.

Überall lassen sich nette Ecken und Kleinigkeiten entdecken.

…wohin denn jetzt nicht….

Die – reichen – Händler der Stadt bauten sich Türme, um ihre Schiffe beim Aus- und Einfahren beobachten zu können.

Einer davon ist der Torre Tavira und den kann man besteigen.

Der Blick ist gigantisch. (siehe erstes Bild)

Was fehlt denn noch ?

…der Dom. (wie immer im Gegenlicht)

Der letzte Platz, der Plaza San Joan de Dios.

Strand fiel aus, es war heute sehr stürmisch. Aber es gibt ja noch dir Dachterrasse in unserem wunderbaren Hotel.

Montag, der 19. September 2022

Der letzte Transfer steht an; nach Nerja; nun wieder am Mittelmeer; an der Costa del Sol. Auch hier waren wir schon einmal vor ein paar Jahren; es war ein Kurztrip nach Malaga. Damals waren wir im Hotel Mena Plaza, einem der besten Hotels ever. Wenn man im Februar bucht, bekommt man es auch wieder 🙂

Der Stier – für Andalusien typisch – verabschiedete uns leider nur in Form eines Stahlschildes; in Natura haben wir leider keine gesehen.

Ein Zwischenstop haben wir in Marbella eingelegt; ich wollte man Arndt von Bohlen und Halbach treffen. (nein, das ist kein Sohn von Dieter, sondern ein Sohn der Familie Krupp und jahrelang Stammgast in der Bunten, der Neuen Revue etc.) Lest mal in Wikipedia, es war ein schillerndes Leben und tot ist er auch noch, seit 1986.

Es war sowieso enttäuschend, ein Porsche, ein Mercedes Cabrio (Verdeck geschlossen) und zwei Touristenkutschen (die mit echten Pferden) haben wir gesehen; dazu eine Menge gut gekleideter Doktorenwitwen und diverse distiguierte grauharige Männer.

Zumindest waren die Einheimischen alle ziemlich schnell zu Geld gekommen und haben eine kleine vorhandene Altstadt vor dem Immobillienfraß gerettet.

….hübsch….. (ist anders)
….der klassische Marbella-Tourist…
-….ist wird`s netter…

Zwei Stunden haben wir mit dem Makler verhandelt; er wollte nicht unter 4 Mio gehen.

Hier gibt es die Familien-Vollausstattung; aber was trägt der Vater?

Ein Mittagessen haben wir uns natürlich auch gegönnt; alles war mal gleich 5 Euro teuerer wie in Conil und 10 Euro teuerer wie Cacorla; aber da findet man auch keine deutsche pensionierte Fachärzte. Ich lästere ein wenig, aus friedberger Zeiten kenne ich eine ganze Klique von ältern Fachärzten, die allesamt Häuser in Marbella hatten.

Der Schinken von mit Steineicheln gefütterten Schweinen kostet 23 Euro, uiuiui.

Soviel haben wir nirgens ausgegeben.

Die Altstadt von Marbella ist hübsch, aber irgendwie etwas klinisch rein, nicht natürlich.

Eine Eisdiele hatte die ultimative Kassier-Maschine. Zwei Kugeln Eis kosteten 7 Euro (!!) 5 Euro wurden in den Scheine-Leser geschoben, die 2 einzelen Euromünzen links oben in den Münzsammler geworfen: dann gab es das Eis.

An spanischen Fußgängerampeln wird der gemeineFußgänger mit einem Sekundenzähler informiert, wieviel Sekunden er noch für das sichere Überqueren der Staße hat und wieviel Sekunden er warten muss, bis sich eine neue Chance zum Überqueren der Fahrbahn auftut. Bei der waren es 60 Sekunden maximales Warten und 30 Sekunden maximale Überquerungszeit. Wieso eigentlich so ein Ungleichgewicht?

Zwischen Gibraltar und Malaga (Costa del Sol)liegen ca 100 Km Straße; eine vierspruige Schnellstraße (neben der Autobahn)

Diese Straße führt zu nahezu 100% durch einen Dschungel von Hotels, Appartement-häusern, Villengegenden, Ferienanlagen und risegen Schildern zur Vermarktung neuer Wohnalagen und Maklerbüros. Bei Torremolinos wird es dann gnadenlos. NUn ja, es handelt sich ja wohl um eine der extremsten „Ferienküsten“ Europas. Uns hat es erschreckt. Auch in Marbella hätte ich es keinen Tag ausgehalten.

Dienstag, der 20. September 2022

Zum Contest, zum letzten Mal:

  1. le Jardin de los suenos – Rodalquilar: Bett 5, Kopfkissen 5 (alles war bretthart)

2. Secorhotel Ciudad – Cazorla: Bett 5, KK 6 (bretthart, KK durchgehend für beide Betten. Haben aber Neues jetzt zwei Kissen, sind aber auch bretthart.

3. Eurostars Maimodides – Cordoba: Bett 3, KK 4; wir hatten eine angenehme Nacht.

  1. Hotel Rural Molino del Puente Ronda – Ronda -Bett 2, KK 2
  2. Almabrada Conil – Conil – Bett 3, KK 3

6. Mena Plaza – Nerja – Bett 2, KK 3

Da aber Inge aussagegemäß hier am besten geschlafen hat, erkläre ich das Mena Plaza zum Sieger — Fanfare bitte

Gestern Abend waren wir für 10 Euro Essen. Wir sind die die Tapasbar gegangen, die wir aus unserer Malagareise 2017 noch in guter Erinnerung hatten.

Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht, diese Bar ist inzwischen doppelt so groß, doppelt so laut, beherrscht die ganze Gasse und ist brechend voll. Glückspilze wie wir – auf der ganzen Reise haben wir immer die bestenten Parkplätze gefunden – haben einen Tisch ergattert und genossen. Zu jedem Getränk gibt es eine Tapas, ausgesucht aus einem reichhaltigen Angebot.

Die Chorizo Infernale hatte es in sich.

Zwei Bier und zwei Wein macht 4 Tapas = 10 Euro. Gastronomen Deutschlands, führt die Tapas-Bar ein.

Das ist der „Balcon de Europe“; der Mittelpunkt Nerjas. Warum er so heisst, habe ich nicht herausgefunden. Jedenfalls rennen alle „nach do vorne“ und gucken aufs Meer, bis nach Mallorca. (Bei guter Sicht und guten Augen). Na gut, die Küstenlinie ist auch ganz nett; das fotografiere ich heute Abend.

Wie immer ist so so: geht man weg von den Touri-Straßen, wird es nett.

Inzwischen finde ich es witzig, Ecken zu fotografieren.

Jetzt möchte ich Euch einmal exemplarisch den Unterschied zwischen Engländern und Südländern erklären.

Es ist ganz einfach, Die Hähnchen oben kommen aus Südeuropa und die unten aus England. 🙂

……und noch ein Rätzel: Was ist das für ein Tier?

….und hier ist die Lösung:

Nochmal Nerja

Eigentlich hatten wir heute einen autofreien Tag eingeplant (den ersten überhaupt), aber 6 Km bis zur Cueva de Nerja sind so gut wie autofrei.

2017 hatten wir die Höhlen nicht besichtigt. Wir haben schon genug Höhlen besichtigt und so hatten wir uns Anderes angeschaut. Nun aber jetzt und ich muss sagen, dass die Dimensionen dieser Höhle einfach so gewaltig sind, das man sie mit Fotos gar nicht wirklich zeigen kann. Seht selbst, das alles ist mindestens 5 Millionen Jahre alt.

Wie heissen die Tropfsteine, die von oben nach unten wachsen: nein, den Witz kennt ihr alle.

Diese Küste ist felsig; Nerja selbst hat nur wenige Strände. Aber es gibt ja Google maps und so fanden wir den Playa da Maro, klein und hübsch; indes mit drei deutschen Familien mit zusammen 6 Kindern um die drei Jahre; waren wir damals auf Korfu genauso????

So schön der Strand war, wir mussten wieder den Berg hoch.

Übrigens hat unser Hotel einen Pool auf dem Dach; das war dann heute die letzte Station.

….mit dem Blick.

Mittwoch, der 21. September 2022

Gestern ging Inge`s Andalusientraum in Erfüllung; wir bekamen eine…….

…..eine Paella. Nach einer halben Stunde Kampf gegen die Fisch-, Fleisch- und Reismengen sah das Ganze dann so aus.

Was man mit bunten Lampen anrichten kann….

…..der Balcon de Europe by night….

Heute stand das zweite Kulturhighlight der Reise (nach der Mezquita in Cordoba)auf dem Programm; Granada und die Alhambra.(nach der Mezquita in Cordoba)

Granada war der letzte Zufluchtsort der Mauren auf der iberischen Halbinsel, Jahrhunderte lang war sie unter maurischer Führung eine tolerante Stadt; es wurde jede Religion toleriert. Erst 1492 fiel sie an die spanische Krone. Dies hatte zur Folge, dass sich alle Mauren zwangstaufen lassen mussten oder vertrieben wurden. (soviel zur Toleranz)

Übrig blieb die Alhambra und Teile der heute immer noch maurischen Altstadt.

Die Alhambra ist Weltkulturerbe und das ist auch gut so.

Herausragend ist der Nasridenpalast, von aussen ein strenges Bauwerk, aber im inneren entfaltet sich die Pracht einer zeitlos-heiteren Architektur. (Zitat Reiseführer)

Ich habe über 200 Fotos gemacht und Inge den Iphone-Akku leer-fotografiert; hier zeigen kann man nur einen Bruchteil. Das Fotobuch wird bestimmt dick.

Lasst Euch wenigstens ein bischen verzaubern.

Das Muster des Kleids passt zum Muster der Wandverzierung.

Die Gärten des Generalife sind ebenso beeindruckend.

Auf vielen Bilder sind keine Menschen zu sehen. Manches Bild hat aber auch 2 Minuten Wartezeit gebraucht, bis mal kein Mensch in der Nähe war. Man sollte seine Tickets immer online kaufen (frühzeitig), für den Nasridenpalast gibt es eine feste Zugangszeit. Es ist in manchen Räumen rappelvoll; den Generallife-Palast haben wir deswegen auch nicht betreten.

Wir haben uns dann in die Innenstadt von Granada bewegt; dank unserer Begleiterin Michaela Google ist auch die Parkhaussuche ein Klacks.

In der Innenstadt von Granada ist das Tempo auf 30 kmh begrenzt und teilweise ist der Radstreifen mitten auf der Fahrspur; keiner regt sich auf.

Die Kathedrale ist so eng in die Stadtgebaut, dass man sie kauf fotografieren kann.

Viele Plätze unterbrechen die Stadt; alle sind grün, geben Schatten und spürbar gute Luft.

…..und zum Schluß noch das Fachgeschäft für die Komplettausstattung.

11.800 Schritte, wir haben fertig.

Donnerstag, der 22. September 2022, der letzte Tag

Nein, wir hatten noch nicht fertig; wir sind nochmal zur Rotondo Tapas gegangen und haben sogar einen schönen Platz direkt vor der Bar in der Gasse bekommen. Touris Gucken auf höchstem Niveau.

Zugeschlagen haben wir auch noch einmal; neben 4 Tapas gab es als Raciones (eine große Portion) noch Pulpo al la Gallega und eine schöne Platte Jamon iberico. (Ihr wisst schon, von den Schweinen, die mit Bio-Eicheln gemästet werden und anschließend noch Yoga machen für eine gleichmäßige Verdauung. Deshalb sind sie auch „schweine“teuer)

Am lustigsten war die Lasagne-Tapas.

Ich hatte Euch ja noch ein Foto vom Balcon de Europe versprochen; das Meer und so.

Bitte sehr, hier ist es.

Letzter Tag, letzter Ausflug. Es ging nach Frigilana; war mal das schönste Dorf Spaniens.

Das machen viele Orte in Spanien; der „Ortseingangskreisel“ wird gleich zum Namensschild umgestaltet. Mal klein, mal ausgesprochen opulent; aber immer Informativ.

Schönstes Dorf Spanien heißt übersetzt: viele Touristen, viele weiß getünchte Häuser, unheimlich viel Pflanzen vor den Häusern; eine „Rennbahnstraße“ ((mit den vielen Touristen) und gemütliche Ecken, wenn man nur einmal rechts abbiegt.

Es gab aber auch Witziges; auf einem kleinen Markt zu finden.

…das ultimative Andalusien-Mitbringsel…

Inge meint, dass wäre auch bei älteren Herren sinnvoll.

Zum „Selbermachen-Lampenschirme“

…nein, die verwendet man in diesem Zustand….???
….Siesta…

Erinnert Ihr Euch, wie man Selfis vor 3o Jahren gemacht hat?

Am Ende des Tages ging es nochmal an`s Meer auf einer Straße mit herrlichen Ausblicken.

….jeder Hügel ist bebaut…

Ein letztes Mal wurde unser Lager aufgebaut….

…..und vom nächsten Strand geträumt.

Wir haben die Stühle und den Sonnenschirm an der nächsten Stranddusche stehengelassen und hoffe, dass sie einen netten neuer Besitzer finden.

Ihr wundert Euch sicher über die kleinen Bilder. Heute ist das zweite Kartenlesegerät kaputt gegangen und ich musste die Bilder erst per eigenem Wlan von der Kamera auf das Telefon übertragen und dann via Email an das Notebook schicken. Dabei werden die Bilder gleich zweimal komprimiert und können dann halt nicht mehr so groß gezogen werden.

Morgen fliegen wir erst um 18:20 und werden nach Malaga reinfahren. Zeit zum Schreiben habe ich dann nicht mehr.

Der letzte Bericht kommt somit am Samstag.

Freitag, der 23. September 2022

An unserem letzten Abend genossen wir nochmal die Abendsonne am „Balcon“.

Dann kamen sie:

….Tango argentino…

Wir hatten heute viel Zeit; der Flug ging erst um 18:25. Also fuhren wir nochmal ins Herz von Malaga; dem „Aparcamiento Alcazaba“. Das ist das zentralste Parkhaus Malagas, direkt unter dem Alcazaba, der maurischen Burg. Natürlich ist dies genauso dunkel und eng. Inge beherrscht das Einparken aber meisterlich.

Malaga ist im Vergleich zu den anderen besuchten Städten groß und weitläufig; eine enge Altstadt gibt es hier nicht. Nach Sevilla ist sie die zweitgrößte Stadt Andalusiens (nach Sevilla) und bestand schon zu Zeiten der Römer. Unter den Mauren war sie bedeutend; das zeigt schon allein die Größe des Alcazabars. (den wir dieses Mal nicht mehr besucht haben)

Mobil ist man auch

Avenuen prägen das Bild in der Nähe des Hafens.

Die alte „Mole 2“ hat man zu einer Flniermeile umgestaltet.

Ein Gebäude ist schöner als das andere……

…..und dank des Fischauges geht es auch aufs Bild.

Sogar den mächtigen Dom bekommt man als witzige Perspektive auf ein Bild.

….und das auch noch bei Gegenlicht.

Drinnen waren wir auch hier nicht; die Warteschlange im Eingang war bequem 50 m lang

Das gute Stück von hinten mit einem schönen Gärtchen

Der Bischof wohnte auch ganz nett.

…und immer wieder nette Gassen……

……und Plätze.

.

Der letzte Jamon iberico vom in der Sonne handmassierten eichelfressenden Schwein.

Gut, gut, nicht alles Gebaute ist schön.

Auf dem Weg zu Flughafen stellen wir wieder fest: Spanien ist Kreiselland

Autoabgabe, check-in, Flug, alles lief am Schnürchen, bis wir dann langem Marsch durchs Terminal A am Gepäckband ankamen. Erst hieß es „25 Minuten Wartezeit“, nach 20 Minuten sprang es auf „verzögert – Bitte haben Sie Geduld“, dann hieß es „kommt bald“ und nach 40 Minuten war es dann da, das Gepäck.

Jetzt sind wir zu Hause und haben die erste Nacht in wunderbaren Betten mit herrlich weichen Kopfkissen geschlafen.

Es war eine wunderbare Reise mit vielen, vielen Eindrücken und Erlebnissen, wir sind 3.100 Km gefahren (und haben keine Autobahngebühren zahlen müssen), wir haben viele nette Menschen getroffen (und keinen einzigen Blöden), sind jeden Tag mehr als 5.000 Schritte gelaufen (oft mehr als 10.000), wir haben überall gut gegessen und getrunken (oft auch günstig) haben kein Corona bekommen (auch wenn in Spanien keiner nirgends eine Maske trägt) und haben oft genug genüsslich an Pool und Strand gelegen. Alle unsere Unterkünfte waren sehr gut bis echt klasse.

Andalusien bietet einen tollen Mix aus Wasser, Bergen, Kultur, Essen und Trinken; auf solche einer Runde ist für jeden etwas dabei.

Zum Schluß habe ich noch eine Bitte in eigener Sache.

Ich möchte Euch alle, die Ihr diesen Bericht lest, bitten, mir ein Feedback zu geben (hier auf dem Block, mündlich, telefonisch etc). Ich würde einfach gern wissen, für wieviel Freunde ich das tue.

Es macht mir sehr viel Spaß, dass alles zu machen, aber es kostet mich jeden Tag 1 1/2 Stunden Zeit. Manchmal – wenn die Technik zickt, nervt es auch. Daher spiele ich mit dem Gedanken, diese Berichte mit dem Jahr 2022 zu beenden.

Bad Vilbel, im September 2022

18 Kommentare zu „Startseite

    1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  2. Sehr schöne Bloggerarbeit😘😘 ich freue mich jeden Tag von unserem Urlaub zu lesen und schon neue Bilder zu sehen!! Mach weiter so!! I love you!!

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  3. wieder ein schöner Reisebericht, danke dafür: Tapas ole. Und UD Almeria schlagen sich bisher ganz gut in La Liga, im Mittelfeld. Mal sehen wie die Eintracht sich heute schlägt, aber wenn der Adler schon stolz am Cabo gezeigt wird, muss es klappen.

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