6. 11. 2021 – 7. 11. 2021; Aachen
2. November 2021
Ich war hibbelisch, habe immer mal wieder in „bookin.com“ rumgesucht und auch in Aachen geschaut. Dort waren wir noch nie.
Es gab ein schönes Zimmer im Mercure Hotel am Dom für 120 Euro, mitten in der Innenstadt. Inge saß neben mir am Schreibtisch, ich sagte: „Wollen wir über das Wochenende mal nach Aachen?“ Inge: „das machen wir“, 5 Minuten später war gebucht; später schlossen sich ebenso spontan Birgit und Thomas an.

6. November 2021
In knapp 3 Stunden ist man da, Hotel bezogen und nach weiteren 10 Minuten standen wir vor dem Dom; Grabstätte von Karl dem Großen und seit 1978 das erste Weltkulturerbe der Bundesrepublik Deutschland. Karl der Große baute die Kirche um 800 n.Chr. als Mittelpunkt seines Reiches..

Eines hat die Stadt mit Frankfurt gemeinsam; hier wurden jede Menge Könige gekrönt.

Gebaut wurde der Dom nach dem Vorbild der byzantinischen Kirche S. Vitale in Ravennas Zentralbau mit einem achteckigen Mittelraum, damals der größte Kuppelbau nördlich der Alpen.


Deckenmosaike nach arabischen Vorbildern


Der Marienschrein beherbergt seit 1239 die vier großen Aachener Heiligtümer; das Kleid der Maia aus der heiligen Nacht, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch von Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu werden allee 7 Jahre zur Heiligtumsfahrt den Pilgern gezeigt.

Der Karlsschrein, hier liegt er drin, der Karl; 1165 sogar heilig gesprochen

Die Chorhallenfenster; im 2. Weltkrieg völlig zerstört; inzwischen aufwendig und faszinierend restauriert. Im Vordergrund „der goldene Ambo Heinrich II“

Der Karlsthron, hier saß er seit 795….und alle anderen nach ihm wurden hier gekrönt. Die Platten stammen angeblich aus Jerusalem.

Vom Haupteingang gesehen sieht dieses mächtige Gebäude zierlich aus.

Um die Eingangstür rankt sich eine Geschichte.
Den Aachenern ging beim Bau der Kirche das Geld aus. Der Teufel finanzierte die Tür. Als Zins erbat er sich die Seele desjenigen, der als Erster die Tür passierte. Clevere Aachener schickten einen Wolf als ersten durch die Tür. Vor Zorn über das clevere Vorgehen schlug er das Portal so heftig zu, dass sein Daumen abgerissen wurde und seit dieser Zeit hier in der Tür steckt. Seit dem ist das die Wolfstür. Nun ja, wer`s glaubt. Aber lassen sich nicht zahlreiche Potentaten ihre Investitionen von den Chinesen bezahlen…… 😉
Um die Ecke rum besucht man den Domschatz.

Das ist das Armreliquiar Karl’s des Großen; es enthält Elle und Speiche des rechten Arms vom Karl.

Die goldene Büste vom Karl enthält einen Teil seiner Schädeldecke, nun denn.


Dieser unbekannte Denker wurde als Gießkanne genutzt; siehe das „Loch im Kopp“.

So lässt sich ein stolzer Bauherr darstellen; ob er wirklich so aussah?
Kommen wir zu den „irdischen“ Gelüsten der Aachener, an jeder Ecke kann man die Printen kaufen.

Aachener Printen sind eine spezielle Sorte brauner Lebkuchen, die etwa seit dem Jahr 1820 in Aachen gebacken wird. Sie sind – wie auch unsere „Frankfurter Würstchen“ – geografisch geschützt.

Na ja, wer sie braucht……….

Das Aachener Rathaus, bereits an seiner historischen Fassade lässt sich der Glanz des Gebäudes ablesen: 50 Herrscher, 31 davon in Aachen gekrönt, säumen die zentralen Figuren um Karl den Großen, Maria und Papst Leo III. Auch in den kunstvoll gestalteten Räumen wird die Geschichte des auf historischem Boden der Palastaula Karls des Großen errichteten Rathauses lebendig. Im Krönungssaal feierten einst die Herrscher nach ihrer Krönung das Ereignis.


Aachen wurde leider auch erheblich zerstört, das Stadtbild bietet ein Sammelsurium von aktueller Architektur, von Bauten aus den Sechzigern und Siebzigern, aber auch – wenig – Altbaubestand.
Am nächsten Tag taten wir Verbotenes; wir warfen einen Blick in die Grube Hambach, bekannt durch lange Proteste gegen weitere Vergrößerungen. Wenn man das „live“ sieht, versteht man, warum. Das „Loch“ ist bis zu 400 Meter tief.




Der Tagebau Hambach ist der größte betriebene Abbau des Rheinischen Braunkohlereviers. Der erste Bagger begann seine Arbeit erst vor 43 Jahren !!! Jährlich wurden 40 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Mit dem Abraum von ca 240 Millionen Tonnen p.a. verfüllt man ein „ausgekohltes“ Gelände in der Nähe. Die Kohle geht über Förderbänder und wird dort direkt verfeuert.
Mit dem Kohleausstieg haben sich weitere Erweiterungen der Anlage erledigt. Was im 19. Jahrhundert als Motor der Industrialisierung galt, hat sich heute leider ins Gegenteil verkehrt.
Diese Kurzreise war ein netter Break; wir haben wieder was gesehen und etwas dazugelernt.
Ich mag die Gegend 🙃
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Sieht nach schönen Tagen rund um die Holsteiner Seenplatte aus. Macht so weiter und kommt gut zurück.
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Sehr schön 😊
Bisschen wie früher – Heimatkunde
Danke Uli, ich fühle mich ganz zu Hause
Birgit
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… das ist , morgen sind wir mit dem Auto unterwegs 😎
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Tolle Idee! Gibt Anregungen mal woanders vorbei zu schauen.
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Hallo, ich bin dabei!
LG Siegfried
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Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.
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…. und wer pumpt anschließend die Reifen wieder auf? 😇😇😇😇
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Da kommt mir einiges bekannt vor!
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Wunderbar, ich reise absift mit!
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Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.
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Sehr schöne Impressionen! Wünsche Euch weiter eine schöne Zeit bei unseren Nachbarn.
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Sehr schöne Bloggerarbeit😘😘 ich freue mich jeden Tag von unserem Urlaub zu lesen und schon neue Bilder zu sehen!! Mach weiter so!! I love you!!
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Tolle Blog von eun schöne Reise. Thanks for sharing.
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Ja, Uli, seit wann fahrt ihr denn mit Gepäck? Da sind ja prall gefüllte Taschen am Rad?!
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… und wir dachten, ihr wärt nach Andaluz gefahren, um endlich mal zu normalen Zeiten zu essen
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wieder ein schöner Reisebericht, danke dafür: Tapas ole. Und UD Almeria schlagen sich bisher ganz gut in La Liga, im Mittelfeld. Mal sehen wie die Eintracht sich heute schlägt, aber wenn der Adler schon stolz am Cabo gezeigt wird, muss es klappen.
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Alles in Ordnung? Heute nix gemacht? Der 13. September ein verlorener Tag?
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