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28. Juni 2020 bis 3. Juli 2020; Österreich – die Flachau

Sonntag, der 28. Juni 2020

Unserer Reise haben sich Birgit und Thomas angeschlossen. So sind wir also auf wunderbar leeren Autobahnen zunächst nach Passau gereist.

Passau ist eine schöne alte Residenzstadt mit viel Flair. Passau ist Universitätsstadt, Startort hunderter von Kreuzfahrtreisen nach Wien und vor allem auch Startort für die Radtour nach Wien. Also eins steht fest: der Radtourismus brummt. Horden von Radlern fluten den Ort; alle super ausstaffiert mit bestem Sportequipment und technisch auf dem höchsten Stand.

Beim Parken sollte man besser aufpassen.

Im Dom St. Stefan haben sich die Stuckateure ausgetobt. Für den Betrachter ist das sehr beeindruckend.

Liebe ist, sich in Passau eine Pizza zu teilen……..und sich dabei fotografieren zulassen, danke Birgit.

Entlang dem Inn ging es dann Richtung Salzburg, einmal rechts und über ein paar Hügel öffnete sich dann unser Ziel: Seeham am Oberthumer See, der „Altwirt“ wird 6 Nächte unsere Unterkunft sein.

Wir wurden sehr herzlich begrüsst; in Österreich gibt es eine Maskenpflicht nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Mindestabstand beträgt nur 1 Meter.

Lecker Leber gab es im Biergarten; bei herrlichstem Wetter haben wir noch schöne 2 Stunden bei Bier und Wein zugebracht; dann wurden wir durch ein heftiges Gewitter jäh unterbrochen

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Montag, der 29.Juni 2020

Guten Morgen allerseits, es soll von Wetter her der schlechteste Tag der Woche werden, der Blick vom Balkon beweist es.

An solchen Tagen machen wir dann eigentlich immer einen Städtetrip, zur Not kann man sich bei Regen in ein Museum, eine Kirche oder eine Kneipe retten. Es riecht förmlich nach einer Salzburg-Tour.

Salzburg hat zwei Parkhäuser im Felsen, direkt unter der Festung Hohensalzburg. Der geneigte Leser vergleiche bitte das Nummernschild und die Stellplatznummer; ein reiner Zufall übrigens.

Los geht es in der Getreidegasse mit seinen berühmten Zunftschildern, hier der Schneider (Zara verkauft Klamotten)

An Mozarts Geburtshaus läuft jeder vorbei. Kluge Passanten fragen sich dann sich aber, warum so viele Menschen fotografieren 🙂, bleiben stehen, verstehen und fangen ebenfalls an zu fotografieren. So entsteht der berühmte Dominoeffekt.

Thomas hat etwas gelernt, das Geburtsjahr von Mozart liegt exakt 200 Jahre vor Seinem. Er ist nämlich 1756 geboren, der Wolfgang Amadeus.

Von diesen Geschäften gibt es in Salzburg sehr viel und sie haben alle zu. Es fehlen die asiatischen Touristen.

Das wird auf dem Bild vom Residenzplatz sehr deutlich, die Stadt ist leer.

Noch ein bisschen Touri-Shopping 😇

Zu Fuß sind wir dann zur Festung Hohensalzburg gestiegen. Äh, zu Fuß bis zur Zahnradbahn 😎 und dann elektrisch

Als Belohnung gibt es einen herrlichen Blick über die Stadt

St. Peter ist die Keimzelle der Bischofstadt Salzburg, es gilt als nachgewiesen, dass wohl schon im 3. Jahrhundert n.Ch. In den Höhlen im Felsen Christen Gottesdienste abgehalten haben. Für mich persönlich ist das ganze Klosterareal ein wunderbar ruhiger Ort in dieser hektischen Großstadt.

Denkt man an Salzburg, denkt man an……..

1890 hat sie der Conditor Paul Fürst kreiert. Sie bestehen aus Schokolade, Pistazie, Marzipan und Nougat. Der ursprüngliche Name war Mozart-Bonbon. (Was für ein unsäglicher Name) Bei Fürst werden sie heute noch von Hand gerollt und das laut Wikipedia 2,7 Millionen Mal per anno.

……. und das war noch der Fürsterzbischof Markus Sittikus, der seinen Freunden etwas bieten wollte. Also baut er von 1612-1615 das Lustschloss Hellbrunn. (Ein Schelm, der Böses dabei denkt) Dazu gehörten Wasserspiele und raffinierte Wasser Automaten, deren Technik bis heute und weltweit einzigartig ist. Es wegen Gäste an Esstisch bespritzt und ganze Puppentheater mit Wasser in Bewegung gesetzt.

Das war ein Tag in Salzburg, sehr erfüllend und das ohne jegliche Museum. Zwei Dinge blieben noch zu erwähnen. Bei der Suppe mit dem komischen Namen handelt es sich um eine Blumenkohlsuppe und anerkannte Betrachter haben bestimmt gemerkt, dass mittags die Sonne rauskam und es trocken blieb.

Zum Abendessen haben wir Tripadvisor befragt und sind nach Mattsee in den Stiftskeller gefahren; eine gute Entscheidung. Es gab frische Reinanke (noch nie gehört) aus dem See und köstlich panierte Hühnchen

Dienstag, der 30. Juni 2020

Heute haben wir uns vier schicke E-Bikes von KTM geliehen. Für Inge und mich war es heute das erste Mal, dass wir Zusatzenergie mit an Bord haben. Um es vorweg zu nehmen: sehr nett. Gefahren sind wir eine lockere 50 Km Runde um drei Seen und viele Hügel herum.

In Köstendorf gibt es die „Taferne Frauenschuh“ mit sehr leckeren Essen

Der Hauptort am Mattsee heißt? …….Mattsee😇

Hauptattraktion ist der Kuchen im Schlosscafe (Thomas) und das Stift Mattsee.

Im Süden (Bayern, Österreich) werden auf Grabsteinen häufig die Berufe geschrieben. Auf diesem Friedhof kam oft der Begriff „Austragbauer“ vor. Das ist ein Bauer, der seinen Hof schon an die Kinder weitergegeben hat und dann den „Austrag“ erhält, Geld, Nahrung etc. So so.

In Biergarten unseres Hotels haben wir heute vier Reinanken (ein Fisch hier aus den Seen) bestellt und freuen uns, einen sehr feinen Tag erlebt zu haben.

Mittwoch, der 1. Juli 2020

Wir hatten unsere Fahrräder ob des schönen Wetters auch heute reserviert und sind zur Salzach geradelt. Dank Strom sind steile Anstiege ja eher lästige „Fliegenschisse“ geworden und so ging es wunderschön durch die Voralpen-Landschaft.

In Oberndorf hatten wir mal wieder Kontakt zu Deutschland. Das Gegenstück heißt Laufen an der Salzach; beide Orte verbindet eine klassische Eisenbrücke (nicht von Herrn Eifel) aus dem 19. Jahrhundert.

Weltruhm erlangte Oberndorf im Jahre 1818. in diesem Jahr spielten der Dorfschulleher Gruber (Noten) und der Hilfspfarrer Mohr (Text) an Weihnachten das Lied „stille Nacht, heilige Nacht“. Es wurde „neudeutsch“ ein Hit und in über 230 Sprachen übersetzt. (Wikipedia)

Passt dazu hat man in den Zwanzigern (19….) eine Kapellsche gebaut.

Was übrigens nie fehlen darf auf unseren Reisen sind die gepressten 5-Cent Münzen. Die Sammlung ist schon groß und wir demnächst katalogisiert😎

Nach gefühlt 50 weiteren Hügeln haben wir uns h das Benedektinerkloster Michaelbeuren angeschaut, uralt und wenig spektakulär

Erheblich spektakulärer war unser letztes Ziel, der Haunsberg, das dann aber mit dem Auto. Unser erster Ebike-Ausflug war beendet mit dem Ergebnis, dass auch wir uns wohl in Winter nach zwei netten Exemplaren umschauen werden.

Zurück zum Haunsberg. Spektakulär war der Hausgemachte Topfenstrudel…….

….. und der Blick in Richtung der Alpen

Leider sieht man aber auch schon die Ausläufer des Schlechtwetter-Gebiets, aus Deutschland kommend. Gerade habe ich den Balkon verlassen, es gewittert. Das schöneSonnenwetter ist vorbei.

Donnerstag, den 2. Juli 2020

Der Wetterbericht sagte für den heutigen Tag Schreckliches voraus. Regen, Gewitter etc. So haben wir online Tickets für das Salzbergwerk in Hallein gebucht. Um es vorweg zu nehmen, kein Tropfen kann heute vom Himmel.

Gut, in 40 Minuten waren wir in Hallein. Im dortigen Dürrnerg wurde schon 300 v.Chr nach Salz gegraben. Salz war wichtig, denn es wird schon damals zum Haltbarmachen von Lebensmitteln verwendet. Im Mittelalter hatte der Salzburger Erzbischof die Finger drauf, bis er meinte, auch die Salzproduktion im Berchtesgadener Land besitzen zu müssen. Das bekam ihm schlecht, die Bayern gewannen diesen Konflikt. Wie dem auch sei, heute wird zumindest in Hallein nichts mehr produziert außer glücklichen Touristen. (nach der Zahlung eines Obolus von 23 Euro p.P.)

Los ging’s in zünftiger Schutzkleidung.

Erst mit Lore, dann mit Rutsche ging es in den Berg, auch auf deutsches Gebiet. (700 m tief)

Nach 1 1/2 Stunden unter Tage waren die 23 € abgearbeitet; Spaß hat es gemacht.

Der Fuschl-See war das nächste Ziel. Nun ja, ein See.

Eine „Sehenswürdigkeit“ ist allerdings erwähnenswert: in Fuschl am See befindet sich die Firmenzentrale von Red Bull; sehr futuristisch.

Festzuhalten bleibt aber, dass der See selbst mit reinem Wasser gefüllt ist. Red Bull wäre alles zuzutrauen.

Freitag, der 3. Juli 2020

Und wieder lag der Wetterbericht völlig daneben. Angesagt war wieder viel Regen, es wurde ein trockener Tag mit Wolken und Sonne im Wechsel.

Erstes Ziel war heute die „Lammerklamm“. Es ist doch immer wieder beeindruckend, in welcher Form sich manchmal Wasser seinen Weg sucht.

ÄÜber eine mautpflichtige Passstraße ging es zur Postalm; ein Hochplateau mit Skigebiet.

Von der Alm wieder runter und schon ist man in St. Wolfgang am Wolfgangsee, der Inbegriff des deutschen Heimatfilmes aus 1960. Peter Alexander, Karin Dor, Gunther Philipp und viele andere sangen sich durch den Film.

Heute ist das Hotel „das weiße Rössl“ ein Luxushotel mit Zimmerpreisen ab 300€ Aufwärts. Der Ort selbst ist gespickt mit nichtsnutzigen Andenkenläden und einer imposanten Kirche, dem heiligen St. Wolfgang gewidmet

Samstag, der 4. Juli 2020

Auf dem Heimweg haben wir in Burghausen vorbeigeschaut. Diesen Ort kennen ja eigentlich nur Fussballfans, denn man hat ein paar Jahre in der 3. Liga gespielt.

Burghausen liegt an der Salzach und profitierte viele Jahrhunderte vom Halleiner Salz. Entsprechend gediegen sieht die Innenstadt aus.

Spektakulär ist die Burg. Sie ist mit einer Gesamtlänge von 1.043 m die längste Burganlage Europas.

Es war eine schöne Reise mit vielen neuen Eindrücken. Das Flachgau und das Salzkammergut ist gespickt mit Kultur; Radfahren ist hier ein Traum und auch sonst gibt es viel zu erforschen. Baden kann man hier vierzehn Tage jeweils an einem anderen See. Nur für‘s Skifahren sind die vielen Hügel zu flach, aber wir haben ja Sommer.

18 Kommentare zu „Startseite

    1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  2. Sehr schöne Bloggerarbeit😘😘 ich freue mich jeden Tag von unserem Urlaub zu lesen und schon neue Bilder zu sehen!! Mach weiter so!! I love you!!

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  3. wieder ein schöner Reisebericht, danke dafür: Tapas ole. Und UD Almeria schlagen sich bisher ganz gut in La Liga, im Mittelfeld. Mal sehen wie die Eintracht sich heute schlägt, aber wenn der Adler schon stolz am Cabo gezeigt wird, muss es klappen.

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