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Eine „Zweiradtour 09. August bis 12. August 2020

Tag 1:

Mit 2 Vespa geht es heute los, um ein wenig Heimatkunde zu betreiben. wir hatten lang überlegt, ob es bei 35+ Grad nicht ein wenig heiß ist, aber auf einem Zweirad macht man sich den Fahrtwind ja selbst und unser Ziel ist der Wald.

Über möglichst kleine Straßen ging es über Bruchköbel nördlich an Hanau vorbei in den Spessart.

Ein Highlight des Spessarts ist unzweifelhaft Schloß Mespelbrunn.

Kennt ihr noch Liselotte Pulver? Das wird hier immer noch vermarktet, an jeder Ecke gibt ‚s Räuber., Orte von Dreharbeiten und Gasthöfe mit Bezug.

Unser Übernachtungsziel ist Wertheim am Main. Ohne die hier ständig präsenten Flusskreuzfahrtschiffe ist der von Grosser Burg bewachte alte Ort sehr beschaulich, dafür geben sich jetzt die Radfahrer ihr Stelldichein.

Abends haben wir uns im „Dinges“ mit einer lieben alten Ehemaligen Kundin zum Abendessen getroffen. Es wurde auch langsam kühler, es war ein schöner Abend.

Tag 2

Nach einem netten Frühstück (gut Corona-organisiert) bin ich hoch zur Burg gekrakselt. Kurz aber steil war‘s. Gelohnt hat es sich trotzdem.

Dann kam das Fiasko. Inges Vespa – also die von Lilly – sprang nicht an, nicht an, nicht an ……… Wir haben sie dann so 500 m zu einer Werkstatt geschoben. „Wir haben keine Ahnung von Rollern“, „oh je oh je“, „jetzt ist Mittag“, „manchmal haben sie eine Diebstahlsicherung. mit der man die Benzinzufuhr „ Dieser gelbe Knopf war es, wir konnten weiter:-😎

Erste – und heute auch einzige – kulturelle Station war Kloster Bronnbach in Taubertal.

Die Fahrt ging dann auf schmalen Straßen durch den östlichen Odenwald (viel Oden, wenig Wald) zum Neckar. Ort an Ort, alle sauber und aufgeräumt, mit viel kleiner Industrie, abgeerntete Weizenfelder (also alles Hellbeige), so war die Fahrt. Blöd war, das auch hier fast alle Gastronomen meinen, Montags Ruhetag zu haben. Nette Verpflegung also Fehlanzeige, Tanke war angesagt.

Dann war es soweit, der Neckar war erreicht. Wie heißt es so schön: bald gras ich im Nektar, bald versank ich im Rhein, besser im Wein😇😇😇😇

Wir übernachten in Eberbach am Neckar im „alten Badhaus“.

Tag 3

Nach einer langen heißt Nacht – unser nettes Zimmer war leider unter dem Dach – waren wir sehr gern wieder in unserem selbst gemachten kühlenden Fahrtwind unterwegs.

Apropos Fahrtwind, es ist schon witzig, was man bei 60-80 km/h (schneller fahren wir bei diesen Touren nicht) für Einflüssen ausgesetzt ist. Manchmal wird es ganz plötzlich eiskalt, manchmal richtig warm. Warum ist unbekannt. Sehr nett sind harte Schläge auf den Helm oder auf das Brustbein, das war dann ein großes Flugelement und manchmal gerät man in einen wahren Schauer von kleinen Insekten, das prasselt dann so richtig.

Zurück zur Heimatkunde, Hirschhorn am Neckar war erreicht. Klangvoller Name hat es, ein ungepflegtes runtergekommenes Örtchen ist es.

Aber schön gelegen ist der Ort

Auf der anderen Seite des Neckars in der Neckar-Schlinge findet sich die Ersheiner Kapelle, die wohl älteste Kirche des Neckarraums aus dem 8. Jahrhundert.

Nächste Station unserer Reise, die Hauptstadt.

Jetzt kommen wir mal wieder auf den Teppich und in die Realität. Der Ort liegt irgendwo im dunklen Wald, die Straße ist nur noch breit für ein Auto, es gibt einen Glas- und einen Kleider-Container, wenige Häuser mit Balkon und eine Kurve 😇😇😇

Am Ende von Neckar liegt……….. Heidelberg. Ohne Amis, Russen und Asiaten ein beschauliches Örtchen; echt.

In das große Fass gingen 221.726 Liter Wein, es war über eine Lesung mit dem Speisesaal verbunden. Alles Saufköppe, die Fürsten.

Ein Städte- Trip bei 35 Grad ist nicht witzig. Aber heute haben wir sehr weitsichtig gehandelt. Während ich das schreibe, sitze ich in einem wohltemperierten Hotelzimmer mit Klimaanlage und trinke ein kaltes Bier aus der Minibar. Der Tisch ist auch schon reserviert, es wird ein entspannter Abend. Morgen geht es heim

Tag 4

Heute ging es gemütlich durch den Odenwald (viel Oden, viel Wald) in Richtung Heimat. Die Sommer-Rodelbahn in Wald-Michelbach war leider durch Väter mit Ihren Kindern auf Dauer okkupiert und die Solar-Draisinen alle unterwegs, was blieb denn dann noch über

Zum Schluss das „Roadbook“ des letzten Tags. Elektronik kann man schlecht am Roller befestigen. Man nehme also einen Strassenatlas (unser ist 25 Jahre alt), plane die Strecke händisch und schreibe die Ortsnamen auf einen Zettel. Der wird auf die Vespa geklebt und dann guckt nach gelben Strassenschildern😎😎😎

Es war eine schöne Reise

18 Kommentare zu „Startseite

    1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  1. Mit euren neuen Rädern kommt ihr ja ziemlich rum. Wir sind letzten Mittwoch ein Stück eurer Loire-Tour von Chenonceau in Richtung Blois abgefahren – das ging teilweise ordentlich bergauf. Morgen geht’s übers Elsass zurück nach F. Tipp fürs Kopfsteinpflaster: nur ca. drei Bar auf die Reifen, das reduziert die Kopfschmerzen.

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  2. Sehr schöne Bloggerarbeit😘😘 ich freue mich jeden Tag von unserem Urlaub zu lesen und schon neue Bilder zu sehen!! Mach weiter so!! I love you!!

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  3. wieder ein schöner Reisebericht, danke dafür: Tapas ole. Und UD Almeria schlagen sich bisher ganz gut in La Liga, im Mittelfeld. Mal sehen wie die Eintracht sich heute schlägt, aber wenn der Adler schon stolz am Cabo gezeigt wird, muss es klappen.

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